Wein-Bewertungen

Zum Problem des Degustierens oder “Der Wein schmeckt mir oder nicht”:

“Einige Quellen behaupten, die sensorische Entwicklung eines Menschen sei im Alter von fünf Jahren abgeschlossen, andere nennen zehn. Wie man seine Fähigkeiten richtig trainiert, erklärt sich von selbst, wenn wir verstanden haben, wie die verschiedenen Systeme zur Wahrnehmung der Eigenschaften eines Weines organisiert sind.

Vor diesem Hintergrund wird die oft gehörte Aussage «Hauptsache, der Wein schmeckt mir!» leicht ins Abseits gestellt. Denn es geht um die Erfassung aller wahrnehmbaren Eigenschaften eines Weines und die daraus resultierende qualitative Bewertung. Es geht nicht um den Geschmack einer bestimmten Person, sondern einzig um den Wein. So hart es auch ist: Sie sind nichts, der Wein ist alles. Dies ist das grösste Problem bei der Weinbeschreibung: subjektive Vorlieben und die Schwierigkeit, individuelle Sinneseindrücke in Worte zu fassen. Hier setzt die sensorische Schulung an: beim Erkennen und systematischen Erfassen von Eigenschaften mit Hilfe einer einheitlichen Sprache. Das kann der antiquierte Sommelier-Jargon aus alten Kellnerwitzen sein oder aber eine andere Sprache Ihrer Wahl. ” (aus: https://www.vinum.eu/de/weinwissen/tipps-tricks/bordthaeuser-sensorikschule/folge-1-degustieren)